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196 Tage auf treibender Eisscholle

Emil Bessels: 196 Tage auf treibender Eisscholle - Kapitel 1
Quellenangabe
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typereport
authorEmil Bessels
title196 Tage auf treibender Eisscholle
publisherR. Voigtländer Verlag in Leipzig
seriesVoigtländers Volksbücher
volumeBand 17
illustratorWalter Möbius
firstpub1879
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20090603
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Vorwort

Am 29. Juni 1871 stach das Schiff » Polaris« von New York unter Kapitän Franz C. Hall in See zur Erforschung des Hochnordens. Der Dampfer nahm seinen Weg über Neufundland an der Westküste Grönlands entlang durch den Smith-Sund und überwinterte in einer Bucht dieser Küste, die Hall »Polaris-Bay« taufte. Dort wurde ein Observatorium errichtet, und von dort aus unternahm man Schlittenreisen nach Süden und Norden. Hall starb nach Rückkehr von einer solchen Fahrt am 8. November 1871. Im August 1872 mußte infolge Kohlenmangels und eines Lecks die Heimfahrt angetreten werden. Am 15. Oktober erlitt die »Polaris« Schiffbruch. Ein Teil der Besatzung, 14 Mann, blieb beim Wrack zurück und baute eine Hütte, »Polaris-Haus«, für den Winter; der andere Teil wurde von einem Eisfelde nach Süden getrieben, auf das man in der Voraussicht des Schiffbruches schon eine Nothütte, alle Boote, viele Geräte, Waffen und Proviant für die gesamte Mannschaft gebracht hatte. Auf der Scholle befanden sich der Meteorologe Friedrich Meyer, der Navigationsgehilfe Tyson, der Koch, der Steward, sechs Matrosen und zwei Eskimofamilien, bestehend aus zwei Männern, Hans und Joseph, zwei Frauen, drei Mädchen im Alter von drei, acht und zehn Jahren, einem sechsjährigen und einem am 12. August geborenen Knaben.

Das Nachstehende ist dem Werk: » Die amerikanische Nordpol-Expedition« von Emil Bessels (Leipzig 1879) entnommen, der sich als Arzt und als Leiter der wissenschaftlichen Abteilung an dieser Expedition beteiligte. Er starb 1888 in Stuttgart.

Über das Schicksal der nach dem Schiffbruch beim Wrack der »Polaris« verbliebenen Besatzung berichtet Band 18 von » Voigtländers Volksbüchern«: » Schiffbruch der ›Polaris›«.

Erwin C. Banck.

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