Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg >

Theodor Herzl

Herzl, Theodor

Theodor Herzl

Theodor (Binyamin Ze'ev) Herzl wurde am 02.05.1860 in Pest (Budapest) geboren und starb am 03.07.1904 in Edlach in Niedersterreich.

Er war sterreichischer Schriftsteller, Publizist, Journalist und zionistischer Politiker.

Herzls Erziehung durch seine Mutter Jeanette Herzl (geb. Diamant) orientierte sich an deutscher Kultur und Sprache, wie es fr die meisten Juden im deutschen Sprachraum selbstverstndlich war. Ab 1878 studierte er in Wien Jura und war fr mehrere Jahre Mitglied der Studentenverbindung "Albia", die er aber wegen antisemitischer uerungen anderer Verbindungsstudenten noch vor seiner Promotion im Jahre 1884 wieder verlie. 1889 heiratete er Julie Naschauer.

Von 1891 bis 1894 war Herzl Korrespondent der Wiener ›Neuen Freien Presse‹ in Paris. Von dort berichtete er 1894 ber die Dreyfuss-Affaire, dessen ffentlicher Degradierung er beiwohnte. Unter dem Eindruck dieser Affre und antisemitischer Ausschreitungen in Frankreich verffentlichte Herzl 1896 seine Schrift ›Der Judenstaat‹. In ihr geht es im Kern um die These, dass die Grndung eines jdischen Staates notwendig und durchfhrbar sei. Anschlieend arbeitete Herzl als Feuilletonist der ›Neuen Freien Presse‹ in Wien.

Theodor Herzl organisierte mit Oskar Marmorek und Max Nordau den 1. Zionistischen Weltkongress (26. bis 29. August 1897) in Basel und wurde zum Prsidenten der Zionistischen Weltorganisation gewhlt. Das dort verabschiedete Basler Programm bildete die Grundlage fr zahlreiche Verhandlungen (u.a. mit Kaiser Wilhelm II. und dem trkischen Sultan Abd l-Hamid II.) mit dem Ziel, eine "Heimsttte des jdischen Volkes" in Palstina zu schaffen. Obwohl seinerzeit ohne greifbaren Erfolg, schuf Herzls Ttigkeit wesentliche Voraussetzungen fr die Grndung des Staates Israel (im Jahre 1948). Ebenfalls im Jahre 1897 verffentlichte Herzl das Theaterstck ›Das neue Ghetto‹ und grndete in Wien ›Die Welt‹ als monatlich erscheinende Informationsschrift der zionistischen Bewegung.

1899 grndete Herzl den ›Jewish Colonial Trust‹, dessen Aufgabe der Ankauf von Land in Palstina war, das damals noch Teil des Osmanischen Reiches war. Von Seiten Grobritanniens wurde Herzl, als dem Vertreter der Zionistischen Weltorganisation, ein Gebiet in Ostafrika angeboten. Diese Plne scheiterten aber einerseits daran, dass die meisten Zionisten nur Palstina als mgliches jdisches Siedlungsgebiet ansahen, und andererseits an der Beschaffenheit des vom britischen Kolonialminister Joseph Chamberlain genannten Gebietes.

1900 publizierte Herzl die ›Philosophischen Erzhlungen‹. In seinem utopischen Roman ›Altneuland‹ (1902, spter u. a. von Nachum Sokolow ins Hebrische bersetzt), entwarf Herzl sein idealistisches Bild eines knftigen Judenstaates. Er formulierte darin einen Entwurf fr eine politische und gesellschaftliche Ordnung eines jdischen Staates in Palstina und vertrat auch die Auffassung, die in Palstina lebenden Araber wrden die neuen jdischen Siedler freudig begren. In der hebrischen bersetzung hie der Roman Tel Aviv (Frhlingshgel); die Benennung der Stadt Tel Aviv wurde von Herzls Roman inspiriert.

Quelle: wikipedia


Werke u.a.

  • 1902 Theodor Herzl: Altneuland








TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.