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Ernst Schulze

Ernst (Konrad Friedrich) Schulze

Geboren am 22.3.1789 in Celle; gestorben am 29.6.1817 in Celle.

Der Sohn des Celler Bürgermeisters, Enkel eines Celler Buchhändlers und eines Pastors, studierte nach dem Besuch des Gymnasium Ernestinum ab 1806 in Göttingen Theologie, ab 1808 Philosophie, Literaturgeschichte und Ästhetik; er promovierte 1812 und war danach Privatdozent. Sein Vorbild war vor allem Wieland, dessen Versepen, besonders der Oberon ihn bereits 1806 zu dem Feengedicht Lancelot vom See anspornten. Einen tiefen Einschnitt bedeutete 1812 der Tod der Geliebten Cäcilie. 1814 diente er ein halbes Jahr als Freiwilliger in einem Jägerbataillon. Berufliche Aussichtslosigkeit, Krankheit und Liebesleid im Verhältnis zur älteren Schwester Cäciliens, Adelheid, überschatteten die späteren Jahre. Mit nur 28 Jahren starb er an Schwindsucht, wenige Tage nachdem er die Nachricht erhalten hatte, daß sein kleines Versepos Die bezauberte Rose den von F. A. Brockhaus für die »Urania« ausgeschriebenen Preis als beste »poetische Erzählung« errungen habe.


Werke u.a.

  • 1813 Gedichte
  • 1818 Die bezauberte Rose (Versepos)
  • 1818/19 Cäcilie (Versepos, entstanden 1813-15)
  • 1819 Psyche (Verserzählung, geschrieben 1807)
  • Lancelot vom See (Feengedicht, geschrieben 1806)
  • Poetisches Tagebuch (29.6.1814 bis 17.2.1817)
  • Reise durch das Weserthal 1814

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